Ehrenfried, Stefanie

DEFINITION STEFANIE EHRENFRIED

Seit 2007 konzentriert sie sich primär auf die Entwicklung von Plastiken aus nadelgefilzter Schafwolle. Durch unzählige Nadeleinstiche verdichtet sie die Wolle zu festen, oft lebensgroßen, menschlich-figürlichen Wesen. Ihre Werke setzen sich kritisch mit der Materialisierung des Menschenbildes auseinander und erforschen das menschliche Sein zwischen Archaischem und Visionärem.

 

Innovative Materialästhetik („Soft Sculpture“)

Ehrenfried hat eine Technik perfektioniert, bei der sie Schafwolle durch unzählige Nadelstiche so stark verdichtet, dass sie die Stabilität klassischer Bildhauermaterialien (wie Stein oder Holz) erreicht, dabei aber eine warme, organische Oberflächenstruktur behält. Diese Verbindung von archaischem Material und präziser Formgebung gilt als eigenständiger Beitrag zur modernen Skulptur.
Anthropologische Fragestellungen
Ihre meist menschlich-figürlichen Werke dienen als Medium, um das „vieldimensionale menschliche Sein“ zwischen Tradition und Vision zu erforschen. Sie versteht ihre Plastiken explizit als „Kampfansage gegen die Materialisierung und Ökonomisierung des Menschenbildes“. Damit greift sie aktuelle gesellschaftskritische Diskurse auf.
Einordnung in den Zeitgenössischen Surrealismus
In der Fachwelt wird sie häufig im Kontext des zeitgenössischen Surrealismus rezipiert. Ihre hybriden Wesen und Formen erzeugen eine traumartige, oft irritierende Präsenz, die über die bloße Abbildung der Realität hinausgeht.