WERKBESCHREIBUNG
Isa Dahls Kunst wird oft eine philosophische Tiefe zugeschrieben, die sich weniger in expliziten Konzepten als vielmehr in der sinnlichen Erfahrung ihrer Werke manifestiert. Die Tiefe entsteht durch die Art und Weise, wie sie grundlegende Aspekte der Existenz berührt:
Vergänglichkeit und Werden: Die dynamischen, fast organisch wirkenden Strukturen in ihren Bildern – die an Pflanzenfasern oder Grashalme erinnern – symbolisieren den ständigen Kreislauf von Werden und Vergehen, Wachstum und Verfall.
Raum und Zeit: Durch die vielschichtige Lasurtechnik erzeugt sie eine optische Tiefe, die den Betrachter in einen imaginären, zeitlosen Raum zieht. Diese Räumlichkeit kann als Metapher für innere Landschaften oder das Unendliche gesehen werden.
Das Flüchtige erfahrbar machen: Ihre Malweise versucht, das Flüchtige und Immaterielle – wie Licht, Bewegung oder einen Moment des Seins – visuell festzuhalten. Es geht darum, die Essenz des Lebens jenseits des rein Gegenständlichen einzufangen.
Fast surreal anmutend ergreifen im großen Format bloom leuchtende Pinselbahnen den umliegenden Raum weit über das Bildformat hinaus, eine Kompositionstechnik, die Isa Dahls Werk eigen ist, immer kann der Betrachtende nicht nur in den imaginären Tiefenraum des Bildes eintauchen, sondern zugleich das Bild über das eigentliche Bildformat hinausdenken. remember, der Bildtitel der neuen kleinformatigen Tondi, spielt auf ein weiteres Element der Dahlschen Bildfindung an. So sehr Farbpracht und Dynamik das Hier und Jetzt des Bildes betonen, ebenso verweisen die Bilder stets auf das Gesehene, Vorhandene, greifen also Erinnerungsstrukturen auf.
Isa Dahl, studierte an der AbK Stuttgart und der Kunstakademie Düsseldorf, mit dem Abschluss als Meisterschülerin. Sie erhielt für ihr malerisches Werk zahlreiche wichtige Preise und Auszeichnungen, wie zum Beispiel das Karl- Schmidt-Rottluff Stipendium und den Villa Romana-Preis, verbunden mit dem einjährigen Aufenthalt in der Villa Romana in Florenz. Auch in ihrer oberschwäbischen Heimat wurde sie mit den Förderpreis Oberschwäbischer Kunstpreis ausgezeichnet. Ihr mittlerweile umfassendes Werk wird regelmäßig in Kunstvereinen und Museen ausgestellt, ihre Bilder befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen.